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Rette deine Haut!
Hintergründe zu Sonne, Strahlung und Solarien
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Hintergründe zu Sonne, Strahlung und Solarien

Medienberichte

15. Mai 2020

Kreativpreis für "Spectrum. Das gefährlichste Kunstwerk der Welt."

Der Art Directors Club (ADC) Deutschland, der wichtigste deutsche Kreativ-Wettbewerb, zeichnete "Spectrum. The most dangerous artwork." im Mai gleich mehrfach aus. "Eine Idee voll auf die zwölf.", so beschreibt die Jury die Installation der Deutschen Krebshilfe und der ADP und lobt diese als "eine der beeindruckensten Ideen im Wettbewerb". Das Kunstwerk, welches im Januar in den Berliner Reinbeckhallen ausgestellt wurde, soll die gesundheitlichen Gefahren durch künstlich erzeugte UV-Strahlung in Solarien greifbar machen.

Spectrum wurde im Rahmen des ADC Wettbewerb 2020 einmal mit Gold, zweimal mit Silber und viermal mit Bronze auszeichnet, unter anderem in den Kategorien Raumdesign, Licht und Event-Erfahrung.

 

ADC Deutschland, Foto: © Dennis Schnieber

20. Februar 2020

Sind Besuche im Solarium gefährlich?

Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) interviewte einen Solarienbetreiber, eine Nutzerin und einen Forscher am Hautkrebszentrum Buxtehude, Dr. Rüdiger Greinert, für ihren Beitrag "Sind Besuche im Solarium gefährlich?".

Der Betreiber berichtet, dass Kunden nur langfristig einen Solarienbetrieb aufsuchen würden, wenn eine gute Beratung vor Ort stattfindet und sie eine vernünftige Besonnung erwarten können. Er setzt aufgrund dessen auf die gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung des Fachpersonals. 

Als "gesund" kann die künstliche Besonnung trotzdem nicht bezeichnet werden. Wissenschaftliche Studien kommen zu der Erkenntnis, dass regelmäßige Solarienbesuche das Risiko einer späteren Hautkrebserkrankung signifikant erhöhen, so Dr. Rüdiger Greinert, Mitglied der ADP und Forscher am Hautkrebszentrum Buxtehude. Er erklärt wie es durch UV-Strahlung zur Entstehung von Hautkrebs kommen kann und führt die gesetzlichen Vorschriften zur Solariennutzung aus. In Deutschland werden diese Regularien Studien zur Folge nur unzureichend umgesetzt, sodass beispielsweise Minderjährigen immer noch der Zugang zu Solarien ermöglicht wird. Dabei ist besonders die Nutzung im jüngeren Alter mit gesundheitlichen Konsequenzen verbunden. Wer vor dem 35. Lebensjahr beginnt regelmäßig (1x pro Monat) Solarien zu nutzen, erhöht sein Risiko an schwarzem Hautkrebs zu erkranken um 60%, so führt der Forscher die Erkenntnisse wissenschaftlicher Studien aus. 

Auch bei sogenannten "Biosolarien" oder jeglichen Kominationen mit anderen Lichtspektren wie z.B. Infrarot-Strahlung, besteht das Risiko einer späteren Hautkrebserkrankung. "Ein gesundes Sonnen gibt es nicht. Es gibt keine Schwelle, unterhalb der UV-Strahlung, egal ob von der Sonne oder im Solarium, nicht ein gewisses Risiko birgt, das daraus mal ein Hautkrebs entstehen kann.", betont Dr. Rüdiger Greinert.             

Die Sendung ist in der Mediathek des NDR verfügbar (zur Sendung).


 

 

13. Februar 2020

Umweltministerium sucht Gespräch mit Ländern - Offenbar wenige Kontrollen zu Jugendschutz in Solarien

Der Südwestrundfunk (SWR) interviewte derzeitige und ehemalige Nutzer von Solarien, eine Solariumbetreiberin, einen Dermatologen, Gerd Nettekoven (Vorsitzender der Deutschen Krebshilfe) sowie den Sprecher des Bundesfachverbandes Besonnung e.V. Zudem wurde schriftlicher Kontakt zum Bundesumweltministerium bezüglich des geforderten Solarienverbotes aufgenommen.

Sowohl seitens der Solariumbetreiberin als auch auf Seiten des Branchenverbandsprechers spielt die krebserregende Wirkung der künstlichen Besonnung eine untergeordnete Rolle. Im Interview scheinen den Befragten die Gefahren nicht präsent zu sein oder als nicht relevant betrachtet zu werden.

Behörden warnen jedoch vor der Nutzung von Solarien, darunter auch das Bundesumweltministerium, das Bundesamt für Strahlenschutz und die Weltgesundheitsorganisation, die künstliche UV-Strahlung als krebserregend einstuft. In der Sendung berichtet der Dermatologe von Patienten mit Hautkrebserkrankungen, deren Risiko durch die Nutzung von Solarien erhöht wurde. "Jeder Solariumsbesuch sei potenziell einer zu viel", so die Meinung von Hautärzten. Die befragte ehemalige Solariennutzerin musste dies am eigenen Leib erfahren, denn sie entwickelte nach jahrelanger künstlicher Besonnung eine Hautkrebserkrankung. Der Dermatologe berichtet zudem auch von vielen jungen Patienten mit Hautkrebs, die als Jugendliche bereits Solarien besuchten.

Minderjährigen ist die Nutzung von Solarien seit über 10 Jahren untersagt, da deren Haut als besonders anfällig gilt. Im Interview berichtet Gerd Nettekoven, Vorsitzender der Deutschen Krebshilfe, dass dieses Gesetz unterlaufen wird und allein im Jahr 2018 ca. 140.000 Minderjährigen der Zugang zu Sonnenbänken ermöglicht wurde.

Die gesundheitlichen Risiken und die unzureichende Umsetzung der Gesetze begründet die Forderung eines Solarienverbotes. Das Bundesumweltministerium entgegnet, dass ein solches Verbot in die Freiheitsrechte eingreifen würde, der Jugendschutz aber verbessert werden müsse.  

Die Sendung ist in der Mediathek des SWR verfügbar (zur Sendung).


 

 

12. Februar 2020

Solarien - unterschätzte Gefahr

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) führte Testbesuche in verschiedenen Solarienbetrieben mit einer Minderjährigen durch. Solarienbetreiber*innen ist es durch das Gesetz zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSG) bereits seit 2009 strengstens untersagt, Minderjährigen die Nutzung von Solarien zu ermöglichen. Trotzdem wird dem Nationalen Krebs-Monitoring zur Folge Minderjährigen zum Teil immer noch die Nutzung ermöglicht und somit gegen das Gesetz verstoßen.

Der rbb führte zehn Testbesuche mit versteckter Kamera durch. Die 16-Jährige Amelie, Hauttyp 1, wurde in den meisten Betrieben nicht einmal nach ihrem Alter gefragt. Acht der zehn Sonnenstudios hätten ihr die Nutzung eines Solariums ermöglicht, nur zwei Studios lehnten den Solarienbesuch aufgrund ihres Alters ab.

Auf Nachfrage wurde Amelie nur insofern über die Schädlichkeit von Solarien informiert, als dass die tägliche Nutzung "nicht so gut für die Haut" sei. Der Minderjährigen wurde stattdessen empfohlen 2-3 mal die Woche ein Solarium zu besuchen.

Die Sendung ist in der Mediathek des rbb verfügbar (zur Sendung).


 

04. Februar 2020

Solarienverbot für Deutschland gefordert

Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) veröffentlichte einen Bericht der Deutschen Krebshilfe (DKH) über „Spectrum. The most dangerous artwork". Das gefährlichste Kunstwerk der Welt, eine Lichtkunstinstallation aus UV-Röhren, stellten DKH und ADP im Januar in den Berliner Reinbeckhallen aus. Das Kunstwerk soll auf die Gefahren der künstlichen Besonnung aufmerksam machen und über die krebserregende Wirkung der UV-Strahlung aufklären. Da eine gesundheitlich unbedenkliche Solariennutzung nicht möglich ist, fordern DKH und ADP ein bundesweites Verbot von Solarien (zum Bericht).


 

27. Januar 2020

Kunst gegen Hautkrebs - "Low Bros" machen gegen Solarien mobil

Die ÄrzteZeitung berichtete über das Kunstwerk und das Presseevent der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. in Berlin. Auch Zielsetzungen und Hintergründe der Kampagne sowie Hautkrebs und Solariennutzung allgemein wurden thematisiert (zum Bericht).