Rette deine Haut!
Hintergründe zu Sonne, Strahlung und Solarien

Empfehlungen

Tipps, wie Solarien ohne jede Gefahr genutzt werden können, gibt es nicht. Die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e.V., die Deutsche Krebshilfe e.V., die World Health Organisation (WHO), die European Society of Skin Cancer Prevention (EUROSKIN), die International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection (ICNIRP) und die Strahlenschutzkommission (SSK) sind sich einig:

Künstliche UV-Strahlung erhöht das Gesundheitsrisiko!

Viele Menschen, besonders Kinder, überschreiten ihre persönliche UV-Dosis bei weitem. Damit wird der positive Effekt, der durch einen maßvollen Umgang mit UV-Strahlung für den Körper erzielt werden kann, wieder hinfällig. Sonnenbrand, frühzeitige Hautalterung und das Risiko der Hautkrebserkrankung sind die Folge. Kommt zur natürlichen UV-Strahlung noch künstliche aus dem Solarium oder der Heimsonne hinzu, erhöht sich das Risiko weiter.

Bedenken Sie, dass UV-Strahlung tief und unwiderruflich in Ihre Haut eindringt. Dadurch wird vor allem auch die Hautalterung beschleunigt. Dieser Prozess ist nicht mehr rückgängig zu machen - auch nicht mit teuren Cremes! Nutzen Sie Sonnenstudios deshalb nicht einmal sporadisch, auch nicht zur vermeintlichen Steigerung Ihres allgemeinen Wohlbefindens. Insbesondere dürfen Personen mit Hauttyp 1 grundsätzlich nicht ins Solarium - Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr ist dies seit 2009 sogar gesetzlich verboten!

Bei einem therapeutischen Einsatz von UV-Strahlung, z. B. bei der Behandlung von Hauterkrankungen, sollten Sie ausschließlich klinische Einrichtungen oder Fachpraxen unter ärztlicher Aufsicht aufsuchen.

Hinweise für die Solariumnutzung

Wenn Sie trotz aller negativen Auswirkungen unbedingt ins Solarium wollen, tun Sie sich und Ihrer Gesundheit einen Gefallen und reduzieren Sie die Gefahren. Beachten Sie folgende Hinweise:

  • Achten Sie auf eine deutliche Kennzeichnung der Geräte mit 0,3 W/m².
  • Besuchen Sie das Solarium nicht zu oft. Die Anzahl der Sonnenbäder pro Jahr (natürliche und künstliche zusammengerechnet!) sollte 50 nicht übersteige.
  • Ein Sonnenbrand ist unter allen Umständen zu vermeiden!
  • Seien Sie kritisch bei Aussagen über eine angebliche Gesundheitsförderung durch Solariennutzung.
  • Selbstbedienungsstudios mit Münzautomaten sind grundsätzlich zu meiden.
  • Vorbräunen bringt nichts. Nutzen Sie das Solarium also nicht zur Vorbereitung auf Ihren Urlaub.
  • Wenn Sie unter einer Hautkrankheit – ganz gleich welcher Art – leiden, Medikamente einnehmen oder zu krankhaften Hautreaktionen neigen, befragen Sie vor der UV-Bestrahlung unbedingt Ihren Arzt.
  • Verwenden Sie vor der Solariumnutzung keine Parfums, Kosmetika oder Sonnenschutzmittel.
  • Tragen Sie immer (!) eine Schutzbrille aus UV-undurchlässigem Kunststoff.

Auf keinen Fall ins Solarium dürfen:

  • Personen unter 18 Jahren (seit August 2009 gibt es ein gesetzliches Nutzungsverbot für Jugendliche unter 18)
  • Personen mit Hauttyp 1 (helle Haut, Sommersprossen, blonde oder rote Haare, blaue oder grüne Augen)
  • Personen mit vielen Pigmentmalen (über 40)
  • Personen mit auffälligen, atypischen Pigmentmalen
  • Personen mit häufigen Sonnenbränden in der Kindheit
  • Personen mit Neigung zu Sommersprossen oder Sonnenbrandflecken
  • Personen deren Haut Vorstufen von Hautkrebs aufweist
  • Personen die bereits an Hautkrebs erkrankt sind oder waren
  • Personen mit einem transplantierten Organ
Letzte Aktualisierung: 23.06.2016