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Hintergründe zu Sonne, Strahlung und Solarien

UV-Schutz-Infomaterialien für Kitas und Grundschulen

Clever in Sonne und Schatten: Hautkrebsprävention beginnt bei Kindern

21.06.2017

Der 21. Juni ist der Tag des Sonnenschutzes. Ein Tag, den die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention gemeinsam mit ihren Projektpartnern zum Anlass nimmt, auf richtigen Sonnenschutz bei Kindern hinzuweisen. Denn jeder Sonnenbrand erhöht das Hautkrebsrisiko in späteren Jahren. UV-Schutz ist daher nicht nur in der Freizeit und im Urlaub bedeutend, sondern auch im Alltag der Kleinen. Das Projekt „Clever in Sonne und Schatten“ der Deutschen Krebshilfe unterstützt Eltern, Kitas und Schulen durch kostenlose Informations- und Aktionsmaterialien dabei, bereits die Jüngsten zu richtigem Sonnenverhalten anzuleiten. Alle Materialien können kostenlos im Internet unter www.krebshilfe.de/uv-schutz heruntergeladen und bestellt werden.

„Wieso entsteht ein Sonnenbrand?“ „Warum ist es schlau in der Sonne aufzupassen? „Weshalb ist Schatten manchmal richtig gut?“ Kinder sind neugierig, möchten beobachten, ausprobieren und mit allen Sinnen selbst verstehen. Dies gilt für Kindergartenkinder ebenso wie für Grundschulkinder. Das Projekt „Clever in Sonne und Schatten“ vermittelt kindgerecht und kreativ warum Sonnenschutz wichtig ist und wie er funktioniert.

In einem Bilderbuch und einem Kurzfilm nimmt der „Sonnenclown Zitzewitz“ spielerisch Kita-Kinder mit in den Strandurlaub. Dabei erfahren sie was zu tun ist, damit ihre Haut nicht rot wird wie „Marmeladenbrot“. Zudem haben die Kinder die Möglichkeit, sich als „Schattendetektive“ zu erproben und schattige Plätze ihres Außengeländes zu markieren oder gemeinsam das „Lied vom Sonnenschutz“ zu singen. In der Grundschule begleiten „Anna und Max“ die Kinder. Sie sind die Hauptfiguren eines liebevoll bebilderten Heftes, welches für UV-Schutz sensibilisiert. Das Lied „Clever in Sonne und Schatten“ regt darüber hinaus zum Singen und Musizieren an. Zusätzlich bietet ein Präventionsfaltblatt Eltern und Erziehungsberechtigten sowie Lehrer/-innen und Erzieher/innen Hintergrundinformationen und praxistaugliche UV-Schutztipps für Alltag und Ferien. Das Informationsfaltblatt mit dem Titel „Clever in Sonne und Schatten. Gut geschützt vor UV-Strahlen“ wird ergänzt durch laminierte UV-Checklisten für Kita-Kinder sowie Grundschüler. Diese können ebenfalls bei der Deutschen Krebshilfe angefordert werden. Diese und weitere Materialien stehen im Internet unter www.krebshilfe.de/uv-schutz kostenlos bereit.

Warum Sonnenschutz bei Kindern so wichtig ist, belegen die aktuellen Hautkrebsfälle: Über 290.000 Menschen erkranken derzeit bundesweit jährlich neu an einem Tumor der Haut, mehr als 36.000 davon am gefährlichen malignen Melanom. „UV-Schäden der Haut, die in der Kindheit und Jugend erworben werden, sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass Jahre später Hautkrebs entsteht“, sagt Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. (ADP). Kinderhaut ist extrem empfindlich. Bedingt wird dies maßgeblich durch ihren spezifischen Aufbau: Bei Kindern liegen die UV-empfindlichen Stammzellen sehr viel dichter unter der Hautoberfläche als bei Erwachsenen und sind somit den UV-Strahlen viel stärker ausgesetzt. Ihre Haut nimmt somit erheblich schneller Schaden. Kann das körpereigene Reparatursystem dies nicht beheben, kann Jahre später Hautkrebs die Folge sein. „UV-Schäden, Sonnenbränden und damit auch Hautkrebs kann durch richtigen Sonnenschutz ganz einfach vorgebeugt werden“, betont Breitbart. „Bei Kindern gilt es in erster Linie, starke Sonnenbestrahlung zu vermeiden.“ Sonnengerechte Kleidung sowie richtig aufgetragene Sonnenschutzmittel bieten zusätzlichen Schutz.

Neben dem individuellen Verhalten sind auch äußere Rahmenbedingungen beim UV-Schutz von Bedeutung. So setzt sich das Projekt „Clever in Sonne und Schatten“ ebenfalls dafür ein, dass Sonnensegel und schattenspendende Baumgruppen auf Schulhöfen sowie den Außenanlagen von Kindertagesstätten zur Normalität werden. Um gesamtgesellschaftlich ein verändertes UV-Schutzverhalten zu erreichen, setzt das Projekt bei den Jüngsten an und bezieht alle wichtigen Akteure der verschiedenen Lebensphasen von null bis 18 Jahren mit ein. Dazu gehören Eltern und Erziehungsberechtigte, Erzieher/-innen, Lehrer/-innen, Ärzt/-innen sowie politisch Verantwortliche.

Die Deutsche Krebshilfe führt das Projekt „Clever in Sonne und Schatten“ gemeinsam ihren Kooperationspartnern, der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e.V., dem Projekt „Die Sonne und Wir“ der Universität zu Köln und der Uniklinik Köln sowie dem Präventionszentrum des Universitäts KrebsCentrums Dresden durch.


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Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: Henriette Bunde, Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e. V., Cremon 11, 20457 Hamburg Telefon: 040 20913-134, Fax: 040 20913-161

E-Mail: bunde@unserehaut.de

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Letzte Aktualisierung: 21.06.2017