Hintergrundinformation
Abbildung 1: Prozentuale Häufigkeit ausgewählter Tumorlokalisationen an allen Tumorlokalisationen. Quelle: RKI/GEKID 2006 und eigene Hochrechnungen 2004.
Hautkrebs ist die weltweit am häufigsten auftretende Krebserkrankung. Die World Health Organisation (WHO) verzeichnet, bei konservativer Schätzung, jedes Jahr weltweit bereits rund 180.000 Maligne Melanome („schwarzer Hautkrebs“)[1] und zwischen zwei bis drei Millionen nicht-melanozytäre („helle“) Hautkrebserkrankungen. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland erkranken etwa 15.000 Menschen pro Jahr an einem invasiven Malignen Melanom. Hinzu kommen noch die nicht invasiven (in situ) Melanome, so dass insgesamt von etwa 22.000 Neuerkrankungen pro Jahr für das Maligne Melanom ausgegangen werden kann. Für die nicht-melanozytären Hautkrebserkrankungen gibt es keine offiziellen Angaben für Deutschland. Nach Hochrechnungen erkranken etwa 120.000 Menschen jedes Jahr an diesen Hautkrebsformen.
In Deutschland hat sich in den letzten 25 Jahren die Erkrankungshäufigkeit (Inzidenz) des Malignen Melanoms verdreifacht. Die Häufigkeit des Basalzellkarzinoms (BCC) und spinozellulären Karzinoms (SCC) („heller Hautkrebs“) ist heute in Deutschland etwa sechsfach größer als vor 35 Jahren.
Allein im Jahr 2008 werden in Deutschland mehr als 140.000 Menschen neu an einem Hautkrebs erkranken rund 3.000 werden daran sterben. Etwa jeder zehnte Deutsche erkrankt im Laufe seines Lebens an einem Hautkrebs. Die Tendenz ist steigend – in der Bundesrepublik und auch weltweit. Hautkrebs ist der häufigste Krebs in Deutschland.
In Deutschland hat sich in den letzten 25 Jahren die Erkrankungshäufigkeit (Inzidenz) des Malignen Melanoms verdreifacht. Die Häufigkeit des Basalzellkarzinoms (BCC) und spinozellulären Karzinoms (SCC) („heller Hautkrebs“) ist heute in Deutschland etwa sechsfach größer als vor 35 Jahren.
Allein im Jahr 2008 werden in Deutschland mehr als 140.000 Menschen neu an einem Hautkrebs erkranken rund 3.000 werden daran sterben. Etwa jeder zehnte Deutsche erkrankt im Laufe seines Lebens an einem Hautkrebs. Die Tendenz ist steigend – in der Bundesrepublik und auch weltweit. Hautkrebs ist der häufigste Krebs in Deutschland.
Im Vergleich mit anderen Krebsarten (mit Ausnahme der nicht-melanozytären Hautkrebse) ist die Zunahme der Erkrankungsraten beim Malignen Melanom am stärksten ausgeprägt. Experten prognostizieren bis 2050 jährliche Steigerungerungsraten bei den Neuerkrankungen von bis zu 15 Prozent.
Diese Tendenz wird zusätzlich durch die Risikoverteilung und die demographische Entwicklung in der Bevölkerung verstärkt. Die heute bis zu 35-Jährigen haben ein deutlich höheres Melanomrisiko als jede Generation davor.
[1] Quelle: Globocan 2002 http://www-dep.iarc.fr/
Hautkrebsneuerkrankungen in Deutschland
| Neuerkrankungen insgesamt (inklusive in-situ-Karzinome) | Jährlich, ca. |
| | Erwachsene |
| Gesamt | 140.000 |
| Basalzellkarzinom | 90.000 |
| Spinozelluläres Karzinom | 28.000 |
| Malignes Melanom | 22.000 |
Quelle: Hochrechnungen des Krebsregisters Schleswig-Holstein 2004
Neuerkrankungen invasives Malignes Melanom im Vergleich
| | Neuerkrankungen malignes Melanom |
| Deutschland | 16 - 20 Fälle je 100.000 Einwohner |
| Mitteleuropa | 10 - 15 Fälle je 100.000 Einwohner |
| USA | 16 - 21 Fälle je 100.000 Einwohner |
| Australien | 40 - 50 Fälle je 100.000 Einwohner |
International Agency for Research in Cancer, www-dep.iarc.fr
Die Inzidenz des malignen Melanoms nimmt zu und die Patienten werden immer jünger. Das belegen Ergebnisse des Projektes ‚Hautkrebs-Screening Schleswig-Holstein‘.
Quelle: Hochrechnungen des Krebsregisters Schleswig-Holstein 2004 (ohne in situ Melanome)
Die epidemiologische Inzidenz (Neuerkrankungsrate pro Jahr) entspricht beim Hautkrebs nicht der Behandlungsinzidenz (Anzahl der Tumoren). Mehrfachtumoren, die insbesondere bei nicht-melanozytären Tumoren der Haut klinisch häufig vorkommen, werden bei der epidemiologischen Inzidenz nicht berücksichtigt. Tritt zum Beispiel ein Basalzellkarzinom bei einer Person mehr-fach auf, etwa an Kopf und Schulter, werden diese Tumoren nur einmal berücksichtigt.
Die epidemiologischen Hautkrebserkrankungszahlen beinhalten keine Neuerkrankungen durch Zweittumoren, Rezidive oder Nachsorgebehandlungen. Bezieht man diese Zahlen in die Berechnung mit ein, zeichnet sich ein deutlich dramatischeres Bild ab: In Deutschland liegen die Behandlungszahlen - oder auch Gesamt-Neuerkrankungszahlen - dann bei 250.000 – 500.000 pro Jahr.
Hautkrebserkrankungen belasten die Gesellschaft erheblich. Trotz der geringen Sterblichkeit bei den nicht-melanozytären („hellen“) Hautkrebserkrankungen stellen diese eine große Belastung für die Betroffenen dar. Die häufige Lokalisation im Gesicht ist mit sozialer Stigmatisierung im Alltag verbunden. Plastische Rekonstruktionen insbesondere im Gesicht beeinträchtigen die Lebensqualität über einen langen Zeitraum.
www.hautkrebs-screening.de
www.unserehaut.de
www.krebshilfe.de
Bestelladressen Broschüren
Zum Thema Hautkrebs-Prävention und -Früherkennung bieten die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention darüber hinaus weiteres kostenloses Informationsmaterial an. Ratgeber, Präventionsfaltblätter und Plakate können kostenlos bestellt werden bei: Deutsche Krebshilfe, Postfach 1467, 53004 Bonn, oder im Internet unter www.krebshilfe.de heruntergeladen werden.
Hamburg/Bonn, 19. Juni 2008
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Sigrid Altdorf, Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e. V., Cremon 11, 20457 Hamburg
Telefon: 040 20913-134, Fax: 040 20913-161
E-Mail: altdorf@unserehaut.de
Dr. Eva Kalbheim, Deutsche Krebshilfe e. V., Buschstraße 32, 53113 Bonn
Telefon: 0228 72990-270, Fax: 0228 72990-11
E-Mail: kalbheim@krebshilfe.de